Programm der Exkursion 2026

Am Samstag, 20. Juni 2026, bietet die AG Genealogie wieder eine gemeinsame Exkursion für die AG-Mitglieder an. Ziel ist in diesem Jahr Halle/Saale.

Geplant sind u.a. eine Führung in den Franckeschen Stiftungen, in der Marienbibliothek und in der
Universitäts- und Landesbibliothek in Halle.

weiterlesen

Vortrag „gustaf nagel, tempelwächter, dichter und lidermacher des hern von gotes gnaden“

Die AG Genealogie Magdeburg lädt im Rahmen ihrer monatlichen Veranstaltungsreihe zu einem Vortrag ein. Am Mittwoch, 19. November 2025, 17:30 Uhr, wird Dr. Irmgard Gellerich im Literaturhaus Magdeburg über „gustaf nagel, tempelwächter, dichter und lidermacher des hern von gotes gnaden“ sprechen.

Gustaf Nagel starb 1952 im Fachkrankenhaus für Psychiatrie in Uchtspringe/Altmark. Zu seinen Lebzeiten war er deutschlandweit bekannt und man reiste nach Arendsee, um ihn auf seinem Grundstück am See vor seinem Tempel reden zu hören.
Als Gründer der deutsch-kristlichen-folkspartei kandidierte er 1924 für den Reichstag. Am 22. März 1949 wollte er In Arendsee einen Urenkel Kaiser Wilhelms I. zum deutschen König krönen.
73 Jahre nach seinem Tod wurden von der Referentin die im Landesarchiv Sachsen Anhalt befindlichen Kranken- und Gerichtsakten sowie seine Briefe und Schriften kritisch durchgesehen. Sie nimmt zum „geistigen Nachlass“ Stellung.

Buchvorstellung „Ein Karat zu zwanzig Mark“

Ankündigung zur Vorstellung des Buches „Ein Karat zu zwanzig Mark“

Die AG Genealogie Magdeburg lädt im Rahmen ihrer monatlichen Veranstaltungsreihe zu einer Buchvorstellung samt Vortrag und anschließender Diskussion ein. Am Mittwoch, 4. Juni 2025, 18:30 Uhr, wird Delia Magg-Thesenvitz im Literaturhaus Magdeburg über die Neuauflage des Buches „Ein Karat zu zwanzig Mark“ sprechen, eines in Namibia bekannten historischen Klassikers, geschrieben von Max Ewald Baericke, einem gebürtigen Magdeburger. Als Zeitzeuge berichtet er von den Jahren 1908–1914, als in der deutschen Kolonie Südwestafrika überraschend Diamanten gefunden wurden. Begleitend zur Buchvorstellung gibt es einen Bildvortrag, der einen Bogen zur Gegenwart schlägt und das heutige Leben in Namibia beleuchtet.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Nelao Verlag und der AG Genealogie Magdeburg statt, mit freundlicher Unterstützung des Literaturhauses. Das Buch ist ab 30. Mai im Buchhandel erhältlich.

Vortrag „Die Pfälzer Kolonie in Magdeburg (1689–1808) — Eine Einführung“

Die AG Genealogie Magdeburg lädt im Rahmen ihrer monatlichen Veranstaltungsreihe zu einem Vortrag ein. Am Mittwoch, 14. Mai 2025, 17:30 Uhr, wird Gordon Musiol im Literaturhaus Magdeburg über „Die Pfälzer Kolonie in Magdeburg (1689–1808) — Eine Einführung“ sprechen.

Der verheerende Dreißigjährige Krieg führte in vielen Regionen des Alten Reichs zu einem erheblichen Bevölkerungsverlust. Auch die Stadt Magdeburg war nach der Zerstörung von 1631 bis zum Ende des 17. Jahrhunderts noch weit von den Bevölkerungszahlen früherer Zeiten entfernt. Die neuen Herren des säkularisierten Erzstifts, die Kurfürsten von Brandenburg, versuchten durch Peuplierung, ihre Territorien aktiv zu bevölkern. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs zerstörten französische Truppen systematisch Städte in der Pfalz und verursachten so eine erhebliche Fluchtbewegung besonders unter den Anhängern der reformierten Konfession. Geflohene aus Mannheim und anderen Orten der Pfalz kamen ab 1689 in Magdeburg an. Über die Umstände der Ansiedlung, den rechtlichen Grundlagen und das schwierige Verhältnis zu den Einheimischen wird es im ersten Abschnitt des Vortrags gehen. Dabei werden auch verschiedene Narrative der früheren Geschichtsschreibung kritisch hinterfragt. In einem zweiten Abschnitt wird explizit eine Quelle aus dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt vorgestellt, die sicher auch für genealogische Untersuchungen interessant sein könnte.

Vortrag „Christof Grüger – Meister der Glas- und Textilkunst. Werk und Leben“

Die AG Genealogie Magdeburg lädt im Rahmen ihrer monatlichen Veranstaltungsreihe zu einem Vortrag ein. Am Mittwoch, 16. April 2025, 17:30 Uhr, wird Dr. Frank Pudel im Literaturhaus Magdeburg über „Christof Grüger – Meister der Glas- und Textilkunst. Werk und Leben“ sprechen.

Die Stadt Schönebeck hat nicht viele Künstler von nationaler Bedeutung aufzuweisen, doch drei von ihnen sind eng mit dem großbürgerlichen Haus in der Edelmannstrasse 22 verbunden. Für die vor allem in der Zeit des Expressionismus agierenden Schwestern Annemarie (Malerei) und Katharina Heise (Bildhauerei) war dies ihr Elternhaus, für den später geborenen Christof Grüger Zufluchtsort und Wirkungsstätte nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier schuf er zunächst einzigartige Batik-Arbeiten bis er bald seine eigentliche künstlerische Bestimmung erkannte: die Gestaltung von Glasfenstern. Mit Fug und Recht darf er als bedeutendster Glasgestalter Mitteldeutschlands der Nachkriegszeit bezeichnet werden. Zehn Jahre nach seinem Tod geben Susanne Kalisch und Frank Pudel eine Künstlermonografie über ihn im Mitteldeutschen Verlag heraus. Der Vortrag wird daraus Grügers wichtigste Werke vorstellen und Einblicke in sein Leben geben.